Hallo ihr Lieben!
 
Kurz und knapp: Heute möchte ich euch auf eine Studie aufmerksam machen, die ich sehr interessant finde: Forscher haben über 20 Jahre das genetische Material von 161 Hunderassen ausgewertet und ihre Genome verglichen. Ich fasse hier für euch den großartigen Artikel von ifls zusammen.
 
Die Rassen wurden in 23 Kladen aufgeteilt, überraschend wenig wie ich finde. Kladen sind Abstammungsgemeinschaften: ein gemeinsamer Vorfahr mit den Nachkommen. Merkmale nach denen eingeteilt wurde sind zum Beispiel Fähigkeiten (Jäger, Herdenschutzhunde, …), körperliche Merkmale und Herkunft. Man konnte dadurch einen einmaligen Blick in die Geschichte der Hundezucht werfen.

Chinesische Besucher und Hüte-Retriever

Zum Beispiel weiß man nun, dass in Europa um 1500 chinesische Möpse in einheimische Rassen eingekreuzt wurden, um diese zu schrumpfen. Und wusstet ihr, dass der Nova Scotia Duck Tolling Retriever – eigentlich ein Jagdhund – unter anderem Collie-Vorfahren hatte? Jahrelang hatte man sich gefragt, warum diese Rasse gelegentlich an der „Collie Eye disease“ (eine Fehlbildung in der Ader- und Netzhaut, die irgendwann zur Erblindung führt) leidet …

Altes Erbgut lebt weiter

Auch unsere eigenen Bewegungen in der Geschichte werden durch die Untersuchungen beleuchtet. Die amerikanischen Ureinwohner brachten ihre Hunde vor 15000 Jahren mit, doch diese wurden durch die Hunde europäischer Siedler verdrängt – dachte man jedenfalls bis heute. Die Untersuchung zeigt: das Blut dieser alten amerikanischen Rassen fließt noch heute in den Adern vieler mittel- und südamerikanischen Rassen wie dem mexikanischen Nackthund.

189 Rassen fehlen noch in der Analyse, das wollen die Wissenschaftler nachholen. Was gäbe ich dafür, Teil des Teams zu sein!

 

Hier der Link zum englischen Artikel: Family Tree of Domestic Dogs