Wir lieben sie doch alle: die Vielfalt der Arten von Hundezüchtern, die es in jedem Verein gibt. Jeder von uns kennt diesen einen Typen, der die vollständige Ahnentafel jedes einzelnen Zuchtrüden im Kopf hat. Oder den Neuling, der sich aufgeregt nach der Anschrift des Zuchtwarts erkundigt.

Heute stelle ich euch ein paar Jungs und Mädels vor, die es in meine Hitliste geschafft haben 😉

1. Der Alte Hase

Urgestein im Verein: Der Alte Hase. Sein Zwinger ist jedem ein Begriff, denn sein Name steht schon seit 200 Jahren in praktisch jeder Ahnentafel.

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Exemplare dieser Art sind stolz auf die lange Tradition ihrer Hundefamilien und wissen, was sie bisher geleistet haben. Oftmals widmen sie ein ganzes Zimmer nur ihren Hunden mit Fotos, Urkunden und Pokalen, darunter sogar Erbstücke aus den 1850er Jahren.

Der Alte Hase zeichnet sich in aller Regel durch einen hohen Grad an Professionalität aus, ist daher meist eng verwandt mit dem Profi.

Tritt aus diesem Grund sehr selbstsicher auf, wirkt jedoch in Einzelfällen manchmal festgefahren. Seine durchgezüchtete Mutterlinie hat sich längst einen Namen gemacht. Auf seinen Lorbeeren kann er sich trotzdem nicht ausruhen, denn er hat einen Ruf zu verlieren. Dafür wird dem Alten Hasen mit Respekt und Ehrfurcht begegnet – selbst der junge Profi nimmt von ihm gern Ratschläge an.

2. Der Neue

… ist gerade frisch ins Züchterleben hineingestolpert. Zeichnet sich durch ein gewisses Maß an Arglosigkeit aus. Da er noch nicht viele Kontakte hat, fällt es ihm gelegentlich schwer, Fuß zu fassen. Sein einziger Ansprechpartner ist oft der Züchter seiner Hündin, meist ein Vertreter der Alten Hasen oder Profis.

Besitzt den starken Drang, alles richtig zu machen. Informiert sich gern und ausführlich, wobei er gelegentlich die Nerven aller Beteiligten überstrapaziert. Durch fehlende Routine neigt er dazu, sich viele Sorgen zu machen. Manche Exemplare sind eng verwandt mit dem Einmaligen.

3. Der Profi

Überlässt nichts dem Zufall.

Beherrscht sein Handwerk im Schlaf und verfügt neben solidem Grundwissen auch über hervorragende Fachkenntnisse. Tritt oft in den Spielarten Wissenschaftler und Alter Hase auf.

In seltenen Fällen kann eine Mutation auftreten, die bei den betroffenen Exemplaren eine gewisses Distanzempfinden hervorruft. Dies führt zur Betrachtung des Hundes als Gegenstand. Erkennbar sind diese Individuen durch starke Parallelen zum Massen“züchter“.

Der Löwenanteil der Profis ist im Gegensatz dazu durch Gutherzigkeit und Hundeliebe gekennzeichnet; Die Exemplare leiden unter oben genannnten, vereinzelten Mutationsfällen.

Der Profi tauscht sich gern mit Artgenossen aus, mit denen er Diskussionen auf hohem Niveau führen kann. (Außenstehende nehmen gelegentlich an, es mit einer Fremdsprache aus dem asiatischen Raum zu tun zu haben.) Weiß, was er kann und tritt daher in aller Regel selbstsicher auf. Neigt gelegentlich zu überkritischer Selbstreflexion und Perfektionismus.

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4. Der Einmalige

Spielart des Neuen.

Möchte nur „einmal im Leben“ mit seiner Hündin einen Wurf machen, zum Beispiel um selbst einen Welpen zu behalten. Bleibt in etwa 30 Prozent der Fälle bei dieser Einstellung, entwickelt sich nach besagtem Wurf jedoch meist in eine andere Richtung; eventuell sogar zum Profi.

In Einzelfällen entfernte Verwandtschaft zum Schwarzzüchter.

Diese Vier haben den Anfang gemacht …

Schaut vorbei bei Teil 2 😀